Hákon Hlifárson

Spieler Name
Patrik
Geburtssippe Fîlshof
Charakter aus 2019
Contage
Charaktername
Hákon Hlifárson
Geburtsdatum
Sippe
Fîlshof
Rang
Hirdmann von Fîlshof
Rasse
Mensch
Wohnort
Fîlshof
Beruf Holzwirtschaft

Hákon Hlifárson, Hirdmann aus Fîlshof, ist der älteste Sohn von Hlifár Jørgenson und seiner Frau Fjóla Frodesdottir. Die Familie bewirtschaftete ihr Stück Land etwas außerhalb des Dorfes in den lichteren Waldausläufern am Myrkvitar, indem sie mit selbstgeschlagenem Holz handelte und auch eine kleine Fallenstrecke für Pelztiere unterhielt. Besonders die Mutter trug erfolgreich zum Familieneinkommen bei: sie fertigte Schmuckstücke und Schnitzereien aus Holz an und verkaufte diese.

Als ältester Sohn war Hákon eigentlich der designierte Erbe des Familienbesitzes und -geschäfts. Er hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt, ist also überaus geschickt mit der Axt und dem Schnitzmesser gleichermaßen. Außerdem kennt er die Umgebung von Fîlshof in- und auswendig, denn er hat schon als Kind dort viel Zeit verbracht. Zwischenzeitlich musste die Familie jedoch dauerhaft in das befestigte Dorf übersiedeln, denn das Leben außerhalb war nicht mehr sicher.

Hákons Vater wurde vor fünf Sommern auf dem Familienbesitz bei einem der unerklärlichen Scharmützel der jüngsten Zeit zusammen mit zwei von Hákons jüngeren Brüdern und mehreren Helfern und Wächtern regelrecht gerissen, als sie versuchten, Holz zu schlagen. Hákon war ebenfalls dort gewesen. Er konnte entkommen und ins Dorf zurücklaufen, um Hilfe zu holen. Aber als der Trupp am Schauplatz des Gemetzels ankam, war es schon zu spät… Hákons Erinnerungen an diese Geschehnisse sind nur lückenhafte Bruchstücke. Seither kann er nicht mehr ruhig schlafen. Er schlägt, von düsteren Alpträumen geplagt, nachts oft um sich, nur um dann schweißgebadet und schreiend aufzuwachen.

Hákon sorgt nun für seine Mutter Fjóla, deren Schmuckstücke und Schnitzereien sich angesichts der zunehmend verarmenden Bevölkerung im Dorf und den ausbleibenden Reisenden aus anderen Gegenden kaum noch verkaufen lassen. Er hilft auch gelegentlich seinen drei übrigen jüngeren Geschwistern aus, verdingt sich aufgrund der aktuellen Situation im Dorf jedoch mehr schlecht als recht. Eigentlich hält er sich nur noch wegen seiner Stellung als Hirdmann halbwegs über Wasser. Aber das Dorf hat kaum die nötigen Mittel, ihn entsprechend zu entlohnen sowie für seine Ausrüstung und seine Ausbildung aufzukommen. Darum steht es also auch nicht zum Besten.

Hákon hängt zwar sehr an seiner Sippe und seinem Heimatdorf Fîlshof, schafft es aber angesichts der aktuellen Gegebenheiten nicht, sich mit der Situation dort abzufinden und fühlt sich deshalb oft wie ein wildes Tier im Käfig. Das macht ihn, der im Grunde eigentlich ein aufrechter, geselliger und durchaus charmanter Mann ist, in Momenten der Hoffnungslosigkeit verzweifelt, gereizt und aufbrausend. Schon öfters hat er deswegen Dinge gesagt und getan, die er hinterher ordentlich bereute. Leider hat er mit seinem aneckenden Verhalten bereits einige Leute im Dorf dauerhaft verprellt und auch diverse Freundschaften unwiederbringlich zerstört.

Als Sigríðr zusammen mit seinem Hetmann Ulfgeir und den Reisenden aus Sturmfels zurück nach Fîlshof kam, um dort ihre Mutter Sváfa zu besuchen, witterte Hákon, angetrieben von dem, was sie am abendlichen Herdfeuer zu berichten wussten, endlich seine Chance einmal aus dem Dorf herauszukommen. Gleichzeitig strebt er danach, sein eher mageres Auskommen aufzubessern, um weiter für seine Mutter und Geschwister sorgen zu können. Deshalb begleitet er die edle Frouwe aus seiner Sippe nun als Geleitschutz zum Winterfest nach Hopfengrund – wer weiß, welche Möglichkeiten sich dort für ihn eröffnen?