Friðrikka „Branda“ Eriksdottir (NSC)

Spieler Name
Frederike-Marie
Geburtssippe Sturmfels
Charakter aus 2019
Contage
Charaktername
Friðrikka „Branda“ Eriksdottir
Geburtsdatum
unbekannt
Sippe
Sturmfels
Rang
Freie Frouwe
Rasse
Mensch
Wohnort
Sturmfels
Beruf Skjoldmø / Schildmaid

Lange Zeit hörte sie auf den Namen Rikka Branda. Dies ist ein Rufnahme, welchem der normale, familiäre Bezug fehlt. Rikka ist zudem die Kurzform von Friðrikka und Branda hat die Bedeutung „die Feurige, die Rostrote“ aber auch „kleine Forelle“. Es ist offensichtlich eine Anspielung auf die kräftige Haarfarbe. Rikka ist ein Findelkind, welches namenlos in der Familie der Hetfrouwe von Saxrygar aufgezogen worden ist. Aus diesem Grunde trug sie lange Zeit nicht den Nachname des bis dahin unbekannten Vaters.

Die Aufnahme eines weiteren fremden Mauls in einen vinländischen Haushalt, welches es ja in jungen Jahren vorwiegend zu füttern gilt und es wenig bis nichts zum Haushalt beiträgt, gilt in dieser Gesellschaft als Luxus reicher Leute. Es ist daher sehr ungewöhnlich und eher untypisch, es sei denn man nutzt ihre Arbeitskraft aus. Darunter fallen vor allem Thrall (Unfreie/Sklaven) oder Knechte und Mägde. Mit völlig fremden Kleinkindern oder gar Babys im Körbchen an der Pforte der Halla macht man dies in der Regel nicht. Ausnahmen findet man üblicherweise lediglich bei unmittelbar Verwandten, also zumeist mit Waisenkindern der direkten Familie.

Doch umgibt die ganze Angelegenheit ein Geheimnis, welches im Jahr 1019 offenkundig wurde.

Vor knapp 19 Jahren erschien ein unfreier Thrall (Sklave) in Saxrygar, völlig verwildert und schwer erschöpft. Tage lang war er bei Wind und Wetter durch die Wildnis gestapft, ein weinendes Bündel in seinem Armen. Es heißt er trat vor die Halla der Hetfrouwe und legte dort das Bündel zu Füßen. Wenige Tage später erlag er einem Fieber, welches er sich unter den Strapazen eingefangen hatte. Doch in dem Bündel aus Weidengeflecht fand man ein Neugeborenes und so kam Rikka Branda nach Saxrygar.

Der tote Thrall war ein alter Mann, welcher aus Ire stammte und dem Bündel lag ein Buch anbei und der abgebrochene Teil einer Schmuckgemme. Auf den seltsamen Blättern fand man fremdländische Zeichen, welche von einer wichtigen Geschichte kündeten. Doch niemand der Familie konnte sie lesen. Daher zog man Skalden Fjalar Austskaldi hinzu, der sich darauf verstehen könnte und tatsächlich konnte er die Zeilen entziffern … und hiernach ward das kleine, weinende Mädchen als Rikka Branda und als Teil des Haushalts der Hetfrouwe ausgerufen. Seltsam, dass man einem Kind eines Thralls solches Gewicht bei maß und dem Toten gar eine würdige Bestattung gab, doch bald war diese kurzzeitig seltsame Stimmung der Hetfrouwe im Dorfe wieder vergessen.

Rikka Branda wuchs nun in der Halla der Hetfrouwe zusammen mit zahlreichen anderen Kindern auf. Dabei war das Verhältnis zwischen Hjørdis, Rikka und die inzwischen bereits mit Rygarsess verheirate Bryndís Ingvardottir, die jüngste Schwester von Rimma, wie das von Geschwistern. Es war eine glückliche Zeit…

Doch während die alte Ordnung um sie zerfiel, hielt Saxrygar sich aus den Streitigkeiten der Hersire heraus, die nun all überall aufkeimten. Statt den Nachbarn nachzueifern und sich in einem schier endlosen Streit um die Nachfolge um den Jarlssitz aufzureiben. Blieben die wissenden Augen in Saxrygar und blickten auf das bald zu einer ansehnlichen jungen Frau heranwachsende Mädchen. Ein Mädchen mit feuerroten Haaren…

Schweigen lag wie ein Gelübde über dem Wissen, dass sich durch das seltsame Buch eröffnet hatte. Das Wissen darum verblieb in engsten Kreis der Familie.

Denn diese junge Frouwe hatte einen eignen Namen, einen Namen der jenen Lettern entsprang, welche in den Seiten dieses Buches verborgen waren.

Er lautet

Friðrikka Eriksdottir

und sie war damit die Tochter und das einzige Kind von Erik Rothaar, dem letzten Jarl von Sturmfels und damit Enkelin von Bjørn Rauðskeggi (Rotbart), dem alten Jarlfürsten von Norglaw / Markland. Dieser wurde einst wegen Verhandlungen mit den Voltariern als Verräter der vinländischen Sache gebrandmarkt und er wurde zuletzt gar von seinen eigenen Huscarlen im heimatlichen Fjord von seinem Langschiff über Bord geworfen. Dies wurde als „der doppelte Verrat“ bekannt.

Diese Schandtat legte sich wie ein Fluch über die Sippe und führte zu deren Niedergang. Erst Saxrygars Schutz und Geheimniskrämerei um das letzte Kind der Blutlinie sowie die tatkräftige Expedition von Sjolfur Reyðursson aus Ûtirgard führt zu Aufhebung des Fluchs und zur Erlösung von Bjørn Rauðskeggi, welcher als Draugarfyrsta zurückgekehrt war. Vor Zeugen benannte der erlöste Jarl seine Enkelin Friðrikka Eriksdottir vor mehreren Duzend Zeugen zu seiner Erbin, bevor er seinen letzten Gang antrat.