Iórunnr Brynjolfursdottir

Foto: Sabua Gärtig

Spieler Name
Judith
Sippe Vestirgard / Rygarsess
Charakter aus ?, zurück 2017
Contage noch wenig
Charaktername
Iórunnr Brynjolfursdottir
Geburtsdatum
Sippe
Rygarsess
Rang
Freie Frouwe
Rasse
Mensch
Wohnort
bis auf Weiteres Hyndhof
Beruf

Iórunnr wurde im Frühjahr 976 in Vestirgard geboren. Sie wuchs in der Familie und Sippe ihrer Mutter, Alda Bodvasdottir, auf, denn ihr Vater, Brynjolfur Angusson, war der voreheliche Sohn von Angus Siegfriedson, der kurz darauf heiratete und keinen Unfrieden mit seiner Frau haben wollte. Als sie noch klein war kam ihr Großvater ab und zu zu Besuch und als Priester des Roten Drachen aus Logmansess hat sie so mehr über den Roten und die Drachen gelernt, als über die Asen und Wanen, auch wenn sie an beide glaubt. Seit ihrer Heirat hat sie von ihm aber nichts mehr gehört und ist sich nicht mal sicher, ob er noch lebt.

Ihr Vater arbeitet als Rüst- und Waffenschmied für den Jarl von Rygarsess, Ófótan Sturmsohn. Sie wurde zwar mit dem Ziel erzogen, irgendwann zu heiraten und einen Haushalt zu führen, aber ab und an durfte sie wie ihre Brüder auch in der Schmiede helfen oder sogar eins der Schwerter in die Hand nehmen. Ihre Eltern fanden es durchaus sinnvoll, dass auch eine Frau ihr Haus verteidigen konnte. Ihre älterer Bruder Trausti und ihr jüngerer Bruder Éldi, die beide das Handwerk ihres Vaters lernten, übten sogar manchmal mit ihr, wenn auch lieber miteinander, vor allem, wenn sie ihre ersten selbstgeschmiedeten Waffen prüften.

991 wurde sie an einen Ausländer verheiratet, einen Nordmann vom Festland, Raudur Halfdanson, Hoferbe in Vakkrballe. Die Ehe schien gut, nur schenkten die Götter ihnen keine Kinder. 1009 kam ihr Mann von einer Raufahrt nicht mehr zurück, das komplette Schiff mit der ganzen Besatzung war verschollen. Da nach dem Recht in Vakkrballe der Hof dem Erben gehörte und der mangels Kindern der nächstjüngere Bruder war, überliess sie Refur Halfdanson den Hof und machte sich auf die Suche nach ihrem Mann. 10 Jahre lang reiste sie durch die Gegend, das Geld dafür verdiente sie über kleine Verkaufsgeschäfte und über kurzfristige Söldnerdienste. Ihr Vater hatte ihr mit der Mitgift eine Axt geschenkt, Rüstung und Schild erlaubte ihr Refur mitzunehmen.

Über die Jahre wurden die Hinweise immer weniger und wenn es noch welche gab, dann waren diese im Bestfall vage. 1017 reiste sie darum nach Markland und kam durch Zufall durch Hofshelgi, als sich dort einiges abspielte. Unter anderem sah sie dort das erste Mal in ihrem Leben – wie die meisten Markländer – einen Tuatha, Finachta, und unterhielt sich auch mit diesem, und half, die gefangene Blattmutter zu befreien. Im Jahr darauf wollte sie ihre Eltern in Vestirgard besuchen und fand ihre Heimat im Krieg, die benachbarte Jarlsess Sûrtbjorg hatte angegriffen. Fast gleichzeitig mit ihr traf die Hilfe aus Geiranger an. Vestirgard war überlaufen von Flüchtlingen aus der Jarlsess und ihre Eltern schickten sie deswegen zur Bjorg Rygarsess, ihrem Jarl davon zu berichten. Nicht nur Ófótan erinnerte sich noch an sie, auch Harda Eitilldottir, die Nichte des Jarls, die früher oft in der Schmiede gewesen war, weil sie die Waffen fasziniert hatten. Nun war Harda Schildmaid des Jarl – leider stellte sich heraus, dass sie ihren Onkel und die ganze Jarlsess verraten hatte und der Krieg mit Sûrtbjorg zu Teilen ihre Schuld war. Sie überlebte diese Erkenntnis nicht lange und in den darauffolgenden Stunden wurde Iórunnr zur temporären Schildmaid des Jarls. Erst als die Truppen Sûrtbjorgs zurückgeschlagen waren und der Jarl fürs Erste sicher schien, verliess sie die Seite des Jarls wieder, besuchte schliesslich ihre Eltern und setzte ihre Reise fort.

1019 hatte sie von einer Bekannten, einer seltsamen Südländerin und ehemaligen Seidrwirkerin, der sie nur halbwegs traut, weil sie dem roten Drachen folgt, einige Briefe für Norgay und Norglaw mitbekommen und traf zufälligerweise ausgerechnet zu einem Fest auf der Starkenburg ein, als auch Jarl Ófotan, Andvaka und Dimmi Ulfurson von Hyndhof und einige Geiranger, Utirgarder und Inga Belisdottir von Hofshelgi dort ankamen. Ófótan wünschte sich erneut, sie würde doch als seine Schildmaid zurück nach Rygarsess kommen. 10 Jahre suchte sie nun nach ihrem Mann – und die Anwesenheit von Lovis Börkursdottir, einer Völva, erschien ihr wie ein Zeichen. Sie bat sie darum, sie möge ihr die Runen lesen, um eine Antwort zu erhalten, ob ihr Mann noch lebe und wenn ja, warum er nicht zurückgekommen sei. Die Götter gaben mehr Antwort, als sie oder die Völva erwartet hatten. Ihr Mann würde leben, aber mit einer neuen Frau und mit gemeinsamen Kindern. Und sie solle sich an neuen Loyalitäten und neue Freundschaften halten, denn wenn sie Loyalität geben würde, würde sie diese auch zurück erhalten.
Völlig zerstört und niedergeschlagen reist sie mit den anderen Rygarsessern zurück, neue Aufgaben und vor allem erst einmal sich selbst zu finden.