Nördlich des Loksefjords und der Siedlung Geiranger erstreckt sich entlang der Küste und den Havasteinen eine weite, grasbewachsene Hochebene. Hier liegen die Wieden der geirangerschen Herden aus vinländischen Dickhornschafen, welche eine warme Wolle aber auch Milch produzieren, die zu verschiedenen Produkten weiterverarbeitet werden. Wollstoffe und Schafskäse gehören somit ebenfalls zu den bevorzugten Exportwaren, wie der Rauch- oder Trockenfisch aus dem Fjordgrund. Weitere vereinzelte Zuchten findet man ebenfalls auf den Weiden zwischen Skyvik und Hofshelgi, wo sie bereits in früheren Jahren oft zu Grenzstreitigkeiten geführt haben.
Einige der einsam gelegenen Höfe der Hochebene beherbergen eigenbrödlerische Familien, welche diese dauerhaft bewirtschaften. Andere dienen den Familien des Fjordgrunds indes als Sommeralmen und werden nur die kurzen Sommermonate hindurch bewirtschaftet. So kommt es in jedem Frühherbst zu den Abtrieben der Herden hinunter ins Tal, wo man vor den schweren nordischen Winterstürmen besser geschützt ist.
Das vinländische Dickhorn:
Das vinländische Dickhorn gehört zu den nordischen Kurzschwanzschafen und stammt indes von verschiedenen Schafsrassen ab. Dazu gehört das Utegångsfår, welches der Urahn des Gutefår und des Gotlandfår ist, aber auch das Soayschaf sowie weiteres Schafsvieh aus Raubzügen. Das vinländische Dickhorn ist somit das rauhe nordische Wetter und die kargen Weiden gewohnt und gedeiht prächtig.