Æsgeir Grimmsson

Spieler Name
Jan
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Charakter aus 2013
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Charaktername
Æsgeir Birnason
der sich nun Grimmsson nennt
Geburtsdatum
26. Lenzing 994
Sippe
Vormals Skyvik, nun Grimms Sohn
Rang
Karl
Rasse
Mensch
Wohnort
Grimshof im Fjell
Beruf Seiler
Aesgeir Grimmsson

„Æsgeir? Der sich jetzt Grimmsson heißen will und  seine Heimat im Fjell sucht? Der den die Skyviker Birnason rufen? Wohl kenn ich den, der hat dem Arni bei der Hand gegangen, seitdem dem sein Augenlicht erloschen is. Der Arni ist der Bruder von der Birna, die den Jungen großgezogen, unter Gudmundurs Dach. Der Junge hat ihm die Netze geflickt und die Seile gespleißt, wenn er seine eigene Arbeit getan hatte. Der Arni hat ihm das beigebracht und immer wenn er konnt, hat der Junge dem Alten geholfen. Der Junge wollt ja immer wech, aber solange sein Ohm noch war, isser nicht gegangen. Wollte mehr machen als Netz knüpfen und Fisch fangen. Ein sturer Kopf. Krause Haare, krauser Sinn sagen manche, andere, dass es vom Vater kommt.  Ja, der Vater ist hier ein besonderer Teil der Geschichte. Hier in Skyvik ruft man ihn nach seiner Mutter, der Birna, das hast schon richtig gehört, denn ihr Mann, der Gudmundur, ist sein Vater nicht, das weiß ein jeder, eh. Die Tochter von Yngvis wollte erobert werden, da kam ihr der Grimm damals grad recht, auch wenn sie schon zum Bunde versprochen war. Warum er nicht in die Klippen getragen wurde, weil Gudmundur es zu spät gemerkt hat, eh. Der Junge hat seine dunklen Haare ja erst später bekommen und das wo Gundmundur und Birna beide hell wie das Stroh im Sommer sind. Aber als er das sah und das Gerede von der Sonnwendfeier hörte, da wusst er es wohl und er hat dem Jungen seinen Namen verweigert, das weiß ein jeder. Aber unter seinem Dach durfte er bleiben. Er hat ihn auch arbeiten lassen, aber er war nicht traurig, als der Arni sich seiner Schwester Bankert angenommen hat. Eh, ein Seiler in einer Fischerfamilie, dass ist auch nicht zu verachten, nicht war, auch wenn er einen daran erinnert, dass die Frau nicht immer nur im eigenen Bett war. Aber der Junge wusste schon, dass er anders war. Er hat sich auch nicht alles gefallen lassen wollen und sich schon mal mit den Söhnen vom Gudmundur geprügelt und auch mal mit dem selbst, war schon mal laut bei denen und manches Mal hat er auch unterm Boot geschlafen, wenn es daheim zu heiße ward. Wen wunderts da, dass er nun ins Fjell gegangen ist und sein Glück beim Grimm versucht, der soll da ja Land bekommen ham und der Jung ist kein Fischer, aufs Meer ja, aber nicht nur die kleinen Fisch, eh.“

— Armod Osvifson, Dorfältester und Gode von Skyvik, zu einem Fremden

Aesgeir Grimmsson auf dem Disirblòt 1013Tatsächlich ist Æsgeir der Sohn von Birna Yngvisdottir, der Frau Gudumundur Olafsons aus Skyvik und Grimm Gunnarsson, dem Hersir der Skùgvur.  Beide waren damals noch nicht, was sie heuer sind. Sie war noch nicht die Frau des Fischers aus Skyvik und Grimm war noch kein Hersir, sie waren beide noch jung und heiß im Blut. Als jedoch ruchbar wurde, dass der Junge, den sie neun Monde später gebar, nicht der Sohn ihres Mannes war, befand sich Grimm schon auf viking und der Bund zwischen Birna und Gundmundur war fest genug gebunden, als dass er wieder gelöst werden sollte. Manch einer behauptet, dass beide Familien wünschten, Gudmundur möge sich diese Hörner nicht aufsetzen. Wie auch immer, ob er sich dem Willen der Familie beugte oder aus anderen Gründen den Bund nicht auflöste, er behielt Æsgeir als Bankert in seinem Haushalt und ließ ihn neben seinen eigenen, nachfolgenden Kindern aufwachsen. So ließ er den Jungen von Anfang an, an seiner Arbeit als Fischer teilhaben – dieser sollte sich doch eines Tage selbst sein Mahl beschaffen können, wenn Gudmundurs Besitz an seine eigenen Kinder übergehen würde – und brachte ihm viel bei, hatte jedoch keinerlei Einwände, als sich seiner Frau Bruder seines Schwesterkindes annahm und ihm die Arbeit mit Leine und Tau näherbrachte. Æsgeir hingegen nahm die Aufmerksamkeit seines Ohms recht dankbar an und lernte dessen Handwerk mit Begeisterung; nun gut mit der Begeisterung eines heranwachsenden Knaben, der seinen Platz in der Gemeinschaft noch sucht.  Vielleicht war ein alternder Mann ohne eigene Familie hier genau der richtige, um sich des Jungen anzunehmen. Zumindest verbrachten die beiden fortan viel Zeit miteinander und als der Knabe langsam zum Jüngling und zum Mann heranwuchs und Arni Yngvisson die Lasten des Alters immer mehr zu spüren bekam, kümmerte er sich darum, dass so manche Aufgabe, welche sein Ohm nicht mehr erfüllen konnte, erledigt wurde. Sei es, dass er ihm das schwächer werdende Augenlicht ersetzte oder auch dafür sorgte,  dass den alten Zähnen gerechte Nahrung vorhanden war. So war er auch immer weniger im Haushalt des Mannes seiner Mutter und entfremdete sich zusehends von ihr und umso mehr von dem Mann, bei dem er aufgewachsen war, wie auch seinen Halbgeschwistern. So dass es mit dem Tode seines Ohms kam, wie es viele schon vermutet hatten. Æsgeir nahm seine wenigen Sachen, nicht viel mehr als seine Kleider, sein Sax und das Werkzeug, welches sein Ohm ihm hinterließ oder welches er sich selbst gefertigt hatte und brach auf, um mehr zu erleben, gar auf viking zu fahren.

Tatsächlich hatte er gehört, dass sein Erzeuger vor einiger Zeit in die Gefilde der Geiranger zurückgekehrt sei und mittlerweile im Fjell einen Hof sein Eigen nennen dürfe. Zwischen Lehrmeister und VaterHierhin führte ihn sein Weg auf der Suche nach einem eigenen Platz im Leben also als nächstes, gespannt darauf, zu sehen, ob dieser sich bei seinem Vater finden lasse, in einer Familie, auf dem Hof, in einer Schiffsgemeinschaft. Was hatten die Nornen für seine Zukunft vorgesehen, ihr Faden wird es zeigen.